23.10.2020 / Fraktion / /

Bericht aus dem Grossen Rat vom 21.10.2020 von Kantonsrätin Marianne Raschle, Kreuzlingen

Kantonsbürgerrechtsgesuche

Das Kantonsbürgerrecht wurde an 3 Schweizer Bürger und an 131 Ausländerinnen und Ausländer verliehen.

Motion „Erweiterung der Raumplanungskommission mit Umwelt, Verkehr und Energie zur RUVEK“

Die Motion von Guido Grütter, FDP Münchwilen und Daniel Eugster, FDP Roggwil will eine neue ständige Kommission ins Leben rufen. Die bestehende Raumplanungskommission soll erweitert werden mit den Themen Umwelt, Verkehr und Energie.
Das Büro des Grossen Rates beantragte, die Motion nicht erheblich zu erklären. Für die zentralen, aber zeitlich aufwendigen Themen Umwelt, Verkehr und Energie sind eigene Spezialkommissionen sinnvoller.

Mit 89:22 Stimmen wurde die Motion nicht erheblich erklärt.

Interpellation Feminisierung der PH und der Volksschule

Die Interpellanten Andrea Vonlanthen, SVP Arbon, Aline Indergand SVP Altnau und Hermann Lei, SVP Frauenfeld gehen davon aus, dass der überproportional hohe Frauenanteil im pädagogischen Bereich mit der Gleichstellung der Geschlechter nicht zu vereinbaren sei. Der männliche Anteil an der PH solle daher auf ca. 50% erhöht werden. Mit der Antwort des Regierungsrates, dass keine weiteren Massnahmen als jene der PHTG zu ergreifen sind, sind die Interpellanten nicht einverstanden. Die grosse Mehrheit des Grossen Rates ist hingegen der Meinung, dass die Lehrpersonen nach Fähigkeiten und nicht nach Geschlecht ausgewählt werden müssen. Der Staat kann und soll hier nicht eingreifen.

Interpellation «Nachhaltig investieren»

Die Interpellanten Kurt Egger, GP Eschlikon, Peter Bühler-Trionfini, CVP Ettenhausen, Hansjürg Haller, EVP Hauptwil, Stefan Leuthold, GLP Frauenfeld und Sonja Wiesmann, SP Wigoltingen möchten, dass die Regierung in nachhaltige Anlagen investiert und sich dem Verein Ethos anschliesst.

In seiner Beantwortung zeigt der Regierungsrat auf, dass die Gebäudeversicherung, die TKB, das EKT und die Pensionskasse des Kantons durchaus grossen Wert darauf legen, «nachhaltig, sicher, ökonomisch und ökologisch« zu investieren. Ein Drittel der Anlagen wird bereits nach diesen Kriterien angelegt. Die Interpellanten wünschen sich hingegen, dass unsere kantonalen Einrichtungen ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch verstärken.

Marianne Raschle, Kreuzlingen