29.06.2020 / Fraktion / /

CVP/EVP-Fraktion: Mit Dampf in die neue Legislatur!

Pbu. Viel vorgenommen hat sich die Fraktionsgemeinschaft der CVP/EVP für die neue Legislatur (2020 – 2024) im Thurgauer Grossen Rat. So will man in den für diese zwei Parteien wichtigsten Polit-Feldern für die kommenden Jahre nicht nur hohe Ziele setzen, sondern mit gezielten Vorstössen auch auf verschiedene Arten diese Ziele erreichen. «Ohne die Mitte geht gar nichts – die Mitte lebt», war eines der Credos, welches während der gesamten Tagung immer wieder zu hören war.

Unter der Leitung des Fraktions-Vorsitzenden, Gallus Müller, CVP, Guntershausen, trafen sich die Grossräte in Weinfelden, um die kommende Legislaturperiode gemeinsam zu planen und die avisierten Themenschwerpunkte festzulegen. Dazu wollte man auch die dafür notwendigen organisatorischen Details besprechen, welche für schnelle Zielerreichung wichtig sind.  Als Politschwerpunkte kristallisierten sich «Umwelt & Energie», «Familie & Bildung» sowie «Wirtschaft» heraus. So sollen in diesen drei Untergruppen die ParlamentariarInnen  jeweils komplexe Sachverhalte und Polit-Aktivitäten vertiefen und dann mit gezielten Vorstössen (wo nötig auch mit Unterstützung anderer Parteien und/oder Fraktionen) die abgeleiteten Problemzonen auf die Politagenda des Grossen Rates bringen.

«Selbstverständlich ist dies mit viel Knochenarbeit und auch einer Portion Enthusiasmus verbunden,» macht sich Gallus Müller keine Illusionen. «Niemand wird uns einfach so etwas freiwillig hergeben oder überlassen, auch die Regierung nicht, wenn es nicht in deren Konzept hinein passt.» Dies ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern erst recht Antrieb, in den Bereichen, welche die CVP und EVP schon immer als ihre Domäne ansahen, Vollgas zu geben. «Familien, Natur, Klima und Energie sowie die lokalen KMU’s oder Sport- und Kulturvereine verdienen unsere Unterstützung. Und sind unsere Zukunft,» doppelt Elisabeth Rickenbach, EVP, Thundorf, nach. «Wir von der EVP verstehen uns dabei als vollwertiger Partner und auch das Gewissen dieser Fraktionsgemeinschaft,» wie sie als Mitglied des Fraktionsvorstandes nicht ohne Stolz festhält.

«Unsere Fraktion wird das politische Umfeld nicht einfach Ideologen oder Dämagogen überlassen, welche zwar Gräben aufreissen, diese aber nicht wieder zuschütten,» gibt sich auch Peter Bühler, CVP, Ettenhausen kämpferisch. «Die besten Ergebnisse erzielt man ohnehin, wenn alle anderen mit an Bord sind – das hat man beispielsweise bei der Steuerreform oder der Biodiversitäts-Initiative gesehen,» ist sich der Hinterthurgauer Bühler sicher. Wie wichtig die gesellschaftliche Solidarität und die regionale Wirtschaft sind, unterstreicht auch die Kreuzlingerin Marianne Raschle, CVP, welche bereits ihre dritte Legislaturperiode in diesem Frühling in Angriff genommen hat.

Eine gemeinsam verabschiedete Fraktionsvereinbarung sowie diverse konkrete Vorschläge, wo und wie man die Hauptsorgen der Thurgauerinnen und Thurgauer anpacken will, rundeten einen erfolgreichen Tag ab. Man darf gespannt auf den weiteren Weg dieser politisch neu belebten Fraktionsgemeinschaft sein. Und sich auf die Dynamik, welche da versprüht wurde, ungeniert freuen. Dem Thurgau kann solches nur guttun.

Der Fraktionsvorstand der CVP/EVP-Fraktion mit: Peter Bühler, CVP, Ettenhausen, Marianne Raschle, CVP, Kreuzlingen, Gallus Müller, Fraktionschef, CVP, Guntershausen, Elisabeth Rickenbach, Thundorf, EVP

Gallus Müller, CVP, Guntershausen, führte souverän durch die a.o. Fraktionstagung

Blick in die Runde der Kantonsrätinnen und Kantonsräte