23.09.2018 / Allgemein / /

Vorstellung Projekt Wil West durch Regierungsrätin Carmen Haag – Jahresversammlung CVP Bezirk Münchwilen

Kürzlich fand in Wängi die Jahresversammlung der CVP Bezirk Münchwilen statt. Junge zu motivieren und Ortsparteien zu reaktivieren sind Schwerpunkte der kommenden Jahre. 

Wängi – In seinem Rückblick auf das eher ruhige Vereinsjahr blickte Vize-Präsident Paul Rutishauser nochmals auf die Höhen und Tiefen des letzten Jahres zurück. So übernahm er im November kurzfristig das Amt von Bezirkspräsidentin Christa Kaufmann, welche aus persönlichen Gründen per sofort zurück trat. Mit ihr verlor der Bezirk eine sehr aktive und ideenreiche Präsidentin und Kantonsrätin. An ihrer Stelle rückte Kilian Imhof aus Bichelsee in den Kantonsrat nach. Alex Frei bedankte sich im Namen der Bezirkspartei nochmals herzlich bei Christa Kaufmann und überreichte ihr persönlich ein kleines Präsent. Christa Kaufmann liess es sich nehmen, allen anwesenden nochmals herzlich zu danken, allen voran Paul Rutishauser für sein Verständnis. Die restlichen Traktanden und Geschäfte wurden sehr speditiv abgehandelt und diskussionslos genehmigt.

News aus den Ortsparteien

Bei der anschliessenden Umfrage unter den Ortsparteien wurden verschiedene Aktivitäten aufgezeigt, um als aktive und lebendige Ortspartei am Dorfleben teil zu nehmen.
Parteien leisten einen wichtigen Beitrag in den Gemeinden. So ist es auch ihre Aufgabe finanzielle Ausgaben oder Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, um einen guten Kompromiss zu finden.
Weiter sind die Ortsparteien bereits heute gefordert, um für die Wahlen in den kommenden Jahren bereit zu sein. Zahlreiche Ämter müssen neu besetzt werden.

Projekt Wil West

Im Anschluss an die Versammlung  informierte Regierungsrätin Carmen Haag über die neusten Entwicklungen rund um das Projekt „Wil West“, wo in naher Zukunft 2000 bis 3000 Arbeitsplätze entstehen werden. Am neu entstehenden Standort auf dem Gemeindegebiet von Sirnach und Münchwilen  werden attraktive Flächen für Gewerbe und Industrie zur Verfügung gestellt. Da das Land im Besitz des Kantons St. Gallen ist erhielt dieser vor einigen Jahren die Planungshoheit und überliess diese der Regio Wil. Hier wurde ein zukunftsträchtiges Projekt erarbeitet, welches nach Carmen Haag sehr durchdacht geplant wurde und sich dank Infrastrukturanpassungen im öffentlichen Verkehr und dem neuen Autobahnanschluss gut in die Region einbinden wird. Für sie ist klar, dass an so einer Lage keine zufällige Entwicklung stattfinden darf, sondern Firmen ansiedeln sollen, die eine grosse Nachfrage an gut ausgebildeten Fachkräften haben. Einerseits werden diese in der Region ausgebildet, einige werden aber auch aus anderen Agglomerationen zuwandern und sich in den umliegenden Gemeinden niederlassen. Hier können gemäss Carmen Haag Entwicklungsmöglichkeiten für die Hinterthurgauer Gemeinden bestehen.

Das Projekt ist beim Bund sehr gut verankert. Im Januar hat der Bund bekannt gegeben, dass er in die Region investieren möchte und mit 37 Millionen Franken die Massnahmen des Agglomerationsprogramms Wil unterstützt. Ein Grund mehr, das Projekt voran zu treiben.

Die Anwesenden zeigten sich sehr interessiert am Bauvorhaben und stellten auch einige individuelle Fragen. Die anschliessende Diskussion zeigte aber auch kritische Betrachtungen auf. Es bestehen noch viele Fragen zur Entwicklung der Gewerbezonen in den umliegenden Gemeinden. So sieht es der künftige Gestaltungsplan vor, dass grössere Einzohnungen von Gewerbegebiet dann praktisch nicht mehr möglich sein werden. Eine Erweiterung beschränkt sich nur noch auf bestehende Gewerbebauten und bereits ansässige Gewerbler.