24.06.2021 / Allgemein / /

Ehrung für CVP-Urgestein Richard Peter

Am 16. Juni 2021 trafen sich die Mitglieder der Ortspartei CVP Bichelsee-Balterswil zur Generalversammlung. Das erste persönliche Beisammensein seit eineinhalb Jahren stand ganz im Zeichen des Rückzugs von Partei-Urgestein Richard Peter.

Die Luft war heiss und trocken – und die Freude über das Wiedersehen gross: Immerhin 18 stimmberechtigte Mitglieder und eine Handvoll Gäste liessen es sich am Mittwochabend nicht nehmen, nach knapp anderthalb Jahren «Abstinenz» wieder einmal beisammen zu sein und der Generalversammlung der Ortspartei CVP Bichelsee-Balterswil beizuwohnen. Unter ihnen befand sich mit Kantonsrat Peter Bühler auch Politprominenz – und mit Richard Peter (87) ein währschaftes CVP-Urgestein. Der ehemalige Gemeindepräsident von Bichelsee-Balterswil trat 1986 in die CVP ein, war während 35 Jahren eine treibende Kraft im Vorstand und gleich zwei Mal Präsident.

Dieses Amt hat zwischenzeitlich CVP-Kantonsrat Kilian Imhof inne – und er füllt es augenscheinlich so gut aus, dass er, nachdem die üblichen Geschäfte zügig und ohne Gegenstimme abgewickelt worden waren, von den anwesenden Stimmberechtigten einstimmig für weitere zwei Jahre als Präsident bestätigt wurde. Auch Vizepräsident Urban Schwager wurde ebenso wieder gewählt wie der nach dem Rückzug von Regula Meile um den neuen Kassier Reto Emmenegger ergänzte Vorstand, in dem auch Ständerätin Brigitte Häberli mitwirkt und künftig auch eine Vertretung der jungen CVP Einsitz nehmen wird.

Danach begann eine kurzweilige Diskussion darüber, wie die CVP Bichelsee-Balterswil künftig heissen solle. Bekanntlich heisst die nationale CVP nach einer Urabstimmung jetzt «Die Mitte» – und so galt es zu klären, ob die Ortspartei diesen neuen Namen künftig auch tragen will, ob alles beim Alten bleiben soll – oder ob ein Misch-Name die richtige Lösung sein könnte. Bei diesem Traktandum ergriff Richard Peter erstmals das Wort – und sein Votum war eindeutig. «Die Nation hat entscheiden – und wir respektieren als gute Demokraten diesen Entscheid und heissen fortan Die Mitte», meinte Peter.

Diverse Mitglieder stärkten ihm mit ähnlich lautenden Voten den Rücken – und letztlich fiel mit 89% der Entscheid zugunsten des neuen Namens. Dieser allerdings – das ergab eine zweite Abstimmung im Anschluss – soll nur dann zum Tragen kommen, falls sich die CVP auch auf Kantonsebene für Die Mitte entscheiden wird. Andernfalls wolle man denselben Namen tragen wie die Kantonalpartei.

Am Ende einer GV, die weit weniger trocken war als die Luft, verkündete Präsident Kilian Imhof, dass Richard Peter künftig etwas kürzertreten wolle – und Katharina Auer, zuvor von Imhof als «die gute Fee» des CVP-Vorstands gelobt, ehrte Richard Peter mit einer ebenso prägnanten wie treffsicheren Laudatio. Sichtlich bewegt nahm Richard Peter ein Abschiedsgeschenk entgegen – und sprach aus, was sich wohl alle Anwesenden wünschen: «Ich habe die Karriere von Ständerätin Brigitte Häberli vom ersten Tag an gefördert, mitgetragen und nach Kräften unterstützt. Nun hoffe ich, dass ich es noch erleben darf, wie sie Ständeratspräsidentin wird.»

Kilian Imhof mit Katharina Auer und Richard Peter

Katharina Auer und Richard Peter